Kräuterbriefe 2012

Zu dem hier angezeigten Kurztext des jeweiligen Heilkrauts, können Sie vertiefte Informationen erhalten, wenn sie die blau hinterlegte Monatsangabe anklicken.

Januar 2012 Meerrettich

Kaum einer denkt beim Anblick der dicken braunen Wurzeln des Meerrettichs an eine Medizin. Dabei wohnen der scharfen Meerrettich-Wurzel starke Heilkräfte inne. Der Meerrettich eignet sich für die Behandlung von Blasenentzündungen. Es genügen 15-20 Gramm Meerrettich. Mit seiner starken Kraft treibt der Meerrettich selbst hartnäckige Nebenhöhlenentzündungen aus dem Körper. Die enthaltenen Senfölglykoside wirken antimikrobiell, so dass die Pflanze auch als pflanzliches Antibiotikum bei Infektionen der Atemwege und der ableitenden Harnwege eingesetzt wird. Meerrettich regt wie viele scharfe Gewürze den Appetit an, fördert den Kreislauf, die Durchblutung der Schleimhäute sowie die Produktion von Verdauungssäften, und wirkt blutdrucksenkend. Meerrettich enthält Provitamin A, B1, B2 und B6. Zudem hat er einen hohen Vitamin-C-Gehalt und ist mit ca. 170 mg/100g Frischware höher als bei Zitrusfrüchten.   Näheres im Kräuterbrief!

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Februar 2012 Ingwer

 

Der Ingwer-Wurzelstock enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shoagolen, besteht. Zubereitungen aus dem Ingwer-Wurzelstock werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende, sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der asiatischen Alternativmedizin traditionell auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet.

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März 2012 Karde

Die Heilpflanze Karde wirkt antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schweisstreibend und Ödeme. Man kann sie als Tee, Tinktur, Umschlag oder Bäder anwenden.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete von Karde sind Borreliose, Immunsystem stärkend, Magenschwäche, Kopfschmerzen und Hautkrankheiten.

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April 2012 Angelika-/
Engelwurz/

Der Engelwurz gilt als Universalheilmittel das antibakteriell wirkt und auch gegen Schimmelpilze hilft. Der Tee hilft bei Magen-Darm- Problemen, Rheuma und Husten. Die Wurzel regt die Lebertätigkeit an. In ihm sind unter anderem Gerbstoff enthalten und Vitamin B 12, die in unserem Körper Glückshormone freisetzen.

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Mai 2012

Brenn-

nessel

Die Brennnessel ist sehr reich an Mineralien, besonders Eisen, an Vitamin C, A, K und enthält Chlor, Kalium, Kalk, Magnesium, Phosphor, Natrium, Schwefel, Silizium.
Wegen ihres Eisenreichtums trägt sie zur Erneuerung der roten Blutkörperchen bei. So versorgt sie den Körper mit Sauerstoff und schützt ihn gegen Blutarmut.
Ein gefürchteter Feind im Blut ist die Harnsäure, aus der das schwerste Gicht- und Rheumatismusleiden entstehen kann. Wissenschaftlich ist inzwischen erwiesen, daß Brennnesseln stark entwässernd auf unseren Körper wirken, deshalb werden sie den Rheumakranken empfohlen. Sie vermindert die Harnsäure. Gegen diese Leiden kann nur eine gründliche Blutreinigungskur Abhilfe schaffen. Zu diesem Zweck ist die Brennnessel ein Blutreinigungskraut erster Güte.

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Juni 2012

Ringel-

blume

Die Ringelblume war die Heilpflanze des Jahres 2009.

Man kann die Ringelblume innerlich und äusserlich einsetzen.

Die Ringeblume wirkt entzündungshemmend und fördert die Bildung von Granulationsgewebe und damit die Wundheilung. Die intensive Farbe der Blüten weist auf den hohen Gehalt an Wirkstoffen hin. Die Ringelblume ist eine Blut reinigende Pflanze, wirkt zusammenziehend, ist gut für den Kreislauf und fördert die Heilung von allen Wunden.

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Juli 2012

Gänse-

finger-
kraut

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina, Rosaceae) ist ein pflanzliches Arzneimittel mit zusammenziehender (gerbender) Wirkung, das zur Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Hauterkrankungen und bei Verdauungsstörungen angewendet wird.

Blutwurz: Der Tee heilt wegen der Gerbstoffe sehr gut chronische, ansteckende Darmerkrankungen, Durchfall, Katarrh, Dickdarmentzündungen, Leberschwellung und Hepatitis. Gute Wirkung wird erreicht wenn Durchfall und Verstopfung abwechseln, weil er Bakterien tötet.

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August 2012 Beifuß

Beifuß gilt traditionell als Beschützer für Wanderer und Reisende. Denn, wer auf Reisen ist und Beifuß bei sich trägt, soll vor allerlei Gefahren geschützt sein. In die Schuhe gelegt bekommt der Wanderer nicht so schnell müde Beine.

Anwendungen: Frauenleiden, Magen- und Darmleiden, Artemisinin – ein altes chinesisches Heilmittel bekämpft Krebs. Artemisinin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in den Blättern und Blüten des einjährigen Beifusses (Artemisia annua) vorkommt. Vor wenigen Jahren wurde Artemisnin als viel versprechendes Mittel gegen Krebs sowie gegen Borreliose und Malaria entdeckt.
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September 2012

Vogel-

miere

Vogelmiere enthält viel pflanzliches Eiweiß. Mit nur 50 Gramm frischer Vogelmiere kann man bereits seinen Tagesbedarf an Vitamin C, Eisen und Kalium sättigen. Zusätzlich enthält sie Provitamin A, Kalzium, Kalium, Magnesium, Zink, Kiesel-säure, Flavonoide, Cumarine und Saponine. Ein Tee wird zur Stoffwechsel-anregung, bei Hautausschlägen und bei rheumatischen Beschwerden getrunken oder der Aufguss ins Badewasser gekippt. In roher Vogelmiere finden wir Aucubin, ein Glykosid, welches das Immunsystem stärkt und dem vorzeitigen Alterungs-prozeß entgegenwirkt. Ein Extrakt der frischen Pflanze wird auch verwendet zur Behandlung von Rheumatismus und Gelenkschmerzen.

 


 

Oktober 2012 Augen-
trost

Die Anwendung von Augentrost bei Augenkrankheiten beruht zum Teil auf der Signaturenlehre, also der Vorstellung, dass man vom Aussehen der Pflanze auf ihre Heilwirkung schließen kann. Die Homöopathie nutzt die Wirkung bei Augenentzündungen. Auch in der Volksmedizin nahm man die Pflanze zu Augenspülungen und vermischt mit gleichen Teilen Kamille als warmen Umschlag beim Gerstenkorn am Auge. Auch bei Bronchitis und Schnupfen fand der Augentrost Anwendung. Kräuterpfarrer Kneipp empfahl ihn als magenstärkendes Mittel.

 


 

November 2012 Kalmus

Der Gebrauch der Kalmuswurzel gilt als das beste Magenheilmittel. Von großem Nutzen ist er bei solchen Krankheiten, die durch allgemeine Schwäche und Reizlosigkeit der Verdauungsorgane veranlasst werden, sowie bei Drüsenleiden und Gicht, sodann gegen öfter wiederkehrende Magenblähung und Darmblähung, Kolik und schmerzhaftem Durchfall.

 


 

Dezember 2012 Enzian-wurzel

Die Enzianwurzel ist ein klassisches Bittermittel, das nicht nur die Verdauung fördert, sondern auch den ganzen Körper stärkt. Enzianwurzeln helfen bei Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen und Gallenstörungen