Kräuterbriefe 2017

 Zu dem hier angezeigten Kurztext des jeweiligen Heilkrauts, können Sie vertiefte Informationen erhalten, wenn sie  die blau hinterlegte Monatsangabe anklicken.

 Januar 2017  Mariendistel Die Mariendistel ist fast das einzige, aber auch einzigartige Heilmittel bei kranker Leber, Milz, Magen und Galle, aber auch Lunge und Frauenkrankheiten. Im Zusammenhang mit der Leber heilt der Tee auch bei Hepatitis.
Vor allem aber ist die Mariendistel wegen ihrer bewiesenen Schutzwirkung auf die Leber bekannt. Sowohl bei Entzündungen der Leber, die dauerhaft vorliegen als auch bei schweren Lebererkrankungen im Endstadium kann die Mariendistel die Regeneration der Leber unterstützen und fördern, sodass sich das Wohlbefinden der Betroffenen deutlich besseren kann

Februar 2017  Zwiebel

Fast gegen jedes Leiden hat die Zwiebel Abhilfe zu bieten. Die Zwiebel wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und hilft dem Körper sich schneller zu regenerieren. Sie hält nicht nur das Gefäßsystem jung, sondern lindert auch Husten, Verdauungsbeschwerden, Entzündungen aller Art und sogar Haarausfall.
Es gibt kaum eine bessere Hausapotheke, die leicht verfügbar ist, als ein Beutel mit Zwiebeln in der Vorratskammer. So hat man immer ein Heilmittel zur Hand, selbst wenn am Wochenende die Apotheken geschlossen haben.


März 2017 Lungenkraut

Durch die enthaltene Kieselsäure und den Schleim wirkt das Lungenkraut lindernd auf Reizhusten und Entzündungen der oberen Luftwege. Es ist besonders bei allen Katarrhen der Luftwege, bei Husten mit viel Schleimauswurf, bei grippösen Erscheinungen, bei Lungenentzündung, chronischer Bronchitis und Lungentuberkulose mit Erfolg anzuwenden.


April 2017 Stief-
mütterchen

Das Stiefmütterchen gilt als ein Hauptmittel bei allen Arten von Hautausschlägen, Ekzemen, Krätze, Milchschorf, skrofulösen Hauterkrankungen, Eiterbläschen, Hautjucken u.a. Außerdem ist das Stiefmütterchenkraut sehr wirksam bei dicker, gelber Schuppenkrustenbildung (Milchschorf) bei Kleinst- und Kleinkindern. Als Medikament erhält von: CERES, Viola tricolor Urtinktur, Stiefmütterchen-Urtinktur


Mai 2017  Knoblauchs-
rauke

Das Knoblauchskraut besitzt nahezu die gleichen Eigenschaften wie der echte Knoblauch, wenn es in frischem Zustand verwendet wird. Ja mehr noch, es zeigt nicht die ätzende Wirkung des Knoblauchs. Der Tee aus dieser Pflanze soll nach Pfarrer Künzle bösartige, innere Geschwüre heilen und hartnäckige Katarrhe wie auch Würmer vertreiben. Das Gurgelwasser festigt die lockeren Zähne und heilt nässende Wunden.


Juni 2017  Griersch

 Giersch entsäuert den Körper und vertreibt das „Zipperlein“ aus den schmerzenden Gelenken. Der Giersch hat eine abführende, antirheumatische, beruhigende, entgiftende, entwässernde, entzündungshemmende, harnsäurelösende, harntreibende, verdauungsfördernde Wirkung. Giersch ist ein traditionelles Heilmittel gegen Gicht Rheuma und Ischias.


 Juli 2017 Borretsch

Borretsch ist eine alte Heilpflanze. Sowohl die Blüten als auch die Blätter und das aus den Samen gewonnene Öl finden Anwendung in der Pflanzenheilkunde. Traditionell wird Borretsch gegen Herzschwäche und Melancholie verwendet. Er bereitet auch gutes Blut und er ist beruhigend, entgiftend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweißtreibend. Bei Menschen die unter Neurodermitis leiden kann Borretsch helfen. Borretsch wird wahlweise als Tee oder frisch als Salatgewürz angewendet.

 


 August 2017 Ackersenf

Ackersenf ist milder als der gewöhnliche Senf und ist somit zur Durchblutung für etwas empfindlichere Haut besser geeignet. Ackersenfauflagen werden bei Halsschmerzen, Bronchitis, rheumatischen Beschwerden und bei Gelenkschmerzen gemacht. Innerlich wirkt Senf bei Verdauungsbeschwerden und regt den Stoffwechsel an. Ackersenf ist einer der klassischen Bach-Blüten, er ist als Bachblüte Mustard bekannt.  Mustard ist verbunden mit den Seelenqualitäten der Heiterkeit und lichten Klarheit. Im negativen Mustard-Zustand ist  man von düsterer Schwermut umfangen. So gesehen ist jeder negative Mustard-Zustand, ähnlich wie Sweet Chestnut (Esskastanie), ein kostbares Geschenk, das die verschüttete Tür zu den Tiefen der Seele wieder öffnet.



Sept. 2017 Schwarzkümmel

Schwarzkümmelöl verfügt über hervorragende antibakterielle und antimykotische (gegen Pilze wirkende) Eigenschaften. Das Öl wird aus dem Samen des Schwarz-kümmel gewonnen. Schwarzkümmelöl hat positive Eigenschaften auf den Herz-Kreislauf, den Zellstoffwechsel und eignet sich für verschiedene Anwendungsgebiete, etwa bei Bluthochdruck. Da Schwarzkümmelöl die Fließeigenschaften des Blutes verbessert, kann es ebenfalls bei rheumatoider Arthritis und zur Vorbeugung von Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und von neuro-degenerativen Krankheiten wie Alzheimer angewendet werden. Schwarzkümmelöl, Borretschöl (Kräuterbrief Juli 2017) und das Nachtkerzenöl (Kräuterbrief September 2016) sind eine wesentliche Hilfe bei Neurodermitis.



Oktober 2017 Wolfstrapp

Anwendungsgebiet des Wolfstrapp ist bei vegetativ-nervösen Störungen wie leichte Herzrhythmusstörungen verbunden mit Angst, Unruhe und Schlaflosigkeit. Dies kann verursacht werden durch eine leichte Form der Schilddrüsenüberfunktion. Auch bei einem Spannungsgefühl und Schmerzen in den Brüsten, prämenstruelles Syndrom. Heute gilt Wolfstrapp-kraut als einziges sicheres und wirksames Phytotherapeutikum bei leichter Hyperthyreose (krankhafte Überfunktion der Schilddrüse)mit vegetativ-nervösen Störungen.



November 2017 Mädesüß

Besondere Beachtung finden die im Mädesüß enthaltenden Salicylsäure-Verbindungen. Salicylsäure wird heutzutage meist chemisch synthetisiert und als Acetylsalicylsäure in vielen Schmerzmitteln (z.B. Aspirin) angeboten. Sie hat eine schmerzstillende, entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung. Doch nicht nur die Salicylsäure macht das Mädesüß zu einem begehrten Heilkraut, sondern auch die enthaltenen Gerbstoffe. Der enthaltene Gerbstoff Ellagitannin sorgt z.B. dafür, dass Schleimhäute geschützt werden. Außerdem wirkt er antioxidativ. Mädesüß findet Anwendung bei der Behandlung von entzündlicher Haut oder Akne, bei Kopfschmerzen und Migräne. Eine Tinktur aus Mädesüß-Blüten eignet sich bei schmerzenden Gelenken, bei Rheuma, Gicht und Cellulite. Das Mädesüß wird häufig für die Aromatisierung von selbst hergestellten Getränken oder für die Herstellung von Gelees verwendet.



Dezember 2017 Storchen-schnabel

Der Storchschnabel hat eine zusammenziehende, reinigende und entgiftende Wirkung vor allem in Bezug auf Gifte, die unvermittelt und meist durch Fremdeinwirkung in den Körper gelangten, wie zum Beispiel Insektengifte. Analoge »Vergiftungen« gibt es auch auf der seelischen Ebene durch das Erleiden seelischer oder körperlicher Gewaltanwendung oder infolge traumatisierender Erlebnisse wie eines unerwarteten schweren Verlusts. Sie können wie eine Art psychischen Gifts wirken, das eine seelische Lähmung, eine Apathie hervorruft. Bei solchen Zuständen greift Geranium wirkungsvoll ein. Bei akuten Schockzuständen ist mit Geranium innerhalb kürzester Zeit eine Lösung möglich. Auf der körperlichen Ebene besitzt Geranium eine spezifische, aktivierende Wirkung auf den Lymphfluss.