Kräuterbriefe 2018

 Zu dem hier angezeigten Kurztext des jeweiligen Heilkrauts, können Sie vertiefte Informationen erhalten, wenn sie  die blau hinterlegte Monatsangabe anklicken.

 Januar 2018  Weißdorn Durch den Weißdorn werden die Blutgefäße erweitert und dadurch die allgemeine Durchblutung verbessert, vor allem die des Herzens. So kann der Weißdorn auch bei Angina pectoris helfen und gegen Herzinfarkt vorbeugen. Eine weitere Besonderheit des Weißdorns ist, dass er den Blutdruck reguliert, das heißt zu hoher Blutdruck wird gesenkt und zu niedriger Blutdruck wird erhöht. Er kann also auch Menschen mit niedrigem Blutdruck helfen, für die es nur wenige wirksame Heilpflanzen gibt. Als Nebeneffekt wirkt der Weißdorn leicht beruhigend, was unter anderem bei nervösen Herzbeschwerden hilfreich ist.
Februar 2018   Efeu

Das Wesen des Efeus ist die Verbindung des im Dunkeln liegenden Pols des Unbewussten mit dem sich im Licht befindlichen Pol des Bewussten. Schlüsselorgan für diese Verbindung ist die Schilddrüse, deren Funktion durch Efeu angeregt wird. Efeu löst psychisch bedingte Krampfzustände der Atmungsorgane und befreit die Atmung1). Einen Efeutee trinkt man gegen Bronchitis, Husten Katarrh, auch gegen Keuchhusten und Asthma, bei Vergiftungen mit Pestiziden und radioaktiver Strahlung. Manchmal wird dieser Tee gegen Rheuma, Schwierigkeiten mit der Gallenblase und zur Hautreinigung empfohlen.  


März 2018  Leinsamen

Lein stellt ein wertvolles Nahrungsmittel dar und war gekürte Heilpflanze des Jahres 2005. Leinsamen enthalten viele Ballaststoffe sowie einen hohen Anteil an Kalium. Man verbackt sie in Brot und streut sie über Müsli. Sie regen die Verdauung an. Die Schleimsubstanzen im Leinsamen zählen zusammen mit der Samenschale zu den Ballaststoffen. Der Lein wird bei Hauterkrankungen, Verstopfung, Drüsenschwellungen, Entzündungen der Atemwege und des Magen-Darm-Bereichs verwendet. Er wirkt abführend, entzündungshemmend, krampflösend sowie schmerzstillend.  


April 2018  Günsel

Günsel galt im Mittelalter als ein wichtiges „Wundkraut“. Die Volksmedizin kennt den Günsel innerlich als Mittel gegen hohen Blutdruck und zur Unterstützung der Leber, sowie bei Husten mit zähem Schleim, Magenverstimmung und Appetitlosigkeit. Wegen seines Gerbstoffgehalts und seiner zusammenziehenden Wirkung wird der kriechende Günsel zum Wundverschluss mit einem Umschlag aus Günselteeaufguß verwendet. Bei Hals- und Rachenentzündungen gurgelt man mit dem Günseltee. Als Bad soll er Wunden heilen.


Mai 2018   Taubnessel

 Diese Pflanze wird besonders in der Frauenheilkunde, bei Atemwegserkrankungen und bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.  Sie weist antibakterielle, beruhigende, krampflösende, schleimlösende, harntreibende, aber auch blutstillende und blutreinigende Eigenschaften auf. Bereits im Mittelalter galt die Taubnessel als eine Heilpflanze für Frauen.  Bis heute wird sie vor allem bei Menstruationsbeschwerden, schmerzhaften Menstruationsblutungen, Wechseljahrsbeschwerden oder Weißfluss angewendet


Juni 2018   Berufkraut

 Die häufigste Darreichungsform des Einjährigen Berufkrautes stellt der Tee dar. Dieser wird aus dem blühenden Kraut bzw. der ganzen Pflanze zubereitet. Dank seiner schleimlösenden, adstringierenden, tonisierenden und schweißtreibenden Eigenschaften kann man das einjährige Berufkraut gegen die ganze Palette der Erkältungskrankheiten einsetzen.  So dient das Heilkraut zur Behandlung von Erkältungsbeschwerden wie Halsentzündungen, Husten und Fieber. Dabei sorgt ein Aufguss des Einjährigen Berufkrauts für verstärktes Schwitzen und wirkt sich schleimlösend aus. Auf diese Weise wird die Abheilung des grippalen Infekts beschleunigt. Nach Ende der Erkältung ist das Heilkraut bei der Rekonvaleszenz behilflich.


 Juli 2018 Mutterkraut

 Lange vor der Erfindung des Aspirins setzte man das Mutterkraut mit Erfolg gegen Kopfschmerzen und Migräne ein. Die Pflanze wird traditionell in der Frauenheilkunde verwendet. Dort reguliert sie Geburtswehen und wird wegen ihrer krampflösenden Eigenschaften geschätzt. Mutterkraut hat sich auch bei Menstruationsschmerzen und unregelmäßigen Monatszyklen bewährt: Es reguliert den Menstruationszyklus, wenn dieser unregelmäßig ist und lindert Periodenkrämpfe. Auch in den Wechseljahren erleichtert Mutterkraut uns Frauen das Leben, denn das Kraut gleicht den einsetzenden Hormonmangel aus. So wirkt es den typischen Wechseljahrsbeschwerden entgegen. Durch den leicht unangenehmen Geruch eignet sich die Falsche Kamille(Mutterkraut) zur Vertreibung von Fliegen und Schädlingen im Haus.


 August 2018 Steinklee

 Eine duftende Pflanze für starke Venen. Der Weiße, Gelbe oder Echte Steinklee ist ein nach Heu duftendes Heilkraut aus der Pflanzenfamilie der Schmetterlingsblütengewächse. Aus dem auch als Honigklee bezeichneten Kraut kann Cumarin gewonnen werden, welches medizinisch Verwendung findet. Durch seine auswurffördernde Wirkung wird der Tee zusätzlich zur Behandlung einer Bronchitis eingesetzt.


Sept. 2018 Zistrose

 In der Zistrose (Cistus) sind Polyphenole, die in der Lage sind, dass Herz-Kreislaufsystem zu stabilisieren, das Immunsystem zu stärken und den Zellstoffwechsel zu schützen. Die antibakterielle und antivirale Wirkung des Cistus-Tees ist verblüffend. Als eine Art Zauberpflanze mit der Lizenz zum Töten bekämpft Cistus neben Bakterien auch Pilze und Viren. Es wirkt schleimlösend bei Husten und Bronchitis, neutralisiert freie Radikale, steigert die Abwehrkräfte, wirkt entzündungshemmend bei rheumatischen Erkrankungen, regt das Nervensystem an, entschlackt und schwemmt Schwermetalle und Gifte durch die Polyphenole aus dem Körper.


Oktober 2018 Hanf (Cannabis)
Der Hanf enthält zwei wesentliche Inhaltsstoffgruppen. Das Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabinoide (CBD). Während das THC die rauschzustände verursacht ist das CBD rauschfrei. Das aus dem Medizinhanf (Faserhanf) gewonnene CBD-Öl enthält einige wichtige Cannabioide die das körpereigene Schutzsystem ECS nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip aktivieren.
Die Erforschung von Cannabinoiden führte zur Entdeckung des körpereigenen Schutzsystems, dem Endocannabinoid-Systems
(ECS) (Endo steht für körpereigen). Oder wie das Gehirn mit dem Körper kommuniziert, um ihn gesund zu erhalten.
Legales Cannabis hat meist einen CBD-Gehalt von 10 bis 20 Prozent und weist einen Rest-THC-Gehalt von 0,3 bis 0,7 Prozent auf. Im Gegensatz zu THC weist CBD keine psychoaktive Wirkung auf, ist also keine Droge, welche die Stimmung und die Wahrnehmung beeinflusst.
November 2018 Anis
Der traditionelle Einsatz von Anis als Heilpflanze beruht weitgehend auf seinen krampflösenden, schleimlösenden und antibakteriellen Eigenschaften. So kann Anis beispielsweise das Wachstum verschiedener Bakterien und Pilze hemmen, die als Krankheitserreger des Menschen bekannt sind. Daneben können wässrige Auszüge bronchienerweiternd wirken. Entsprechend findet Anis traditionell als Mittel gegen leichte, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden (einschließlich Blähungen) und die Infektionen der oberen Atemwege Verwendung.
Der Anis wird im kosmetischen Bereich oft in Seifen verwendet, weil er so gut auf die Haut wirkt. Dies hilft zum Beispiel gegen fettige Haut und gegen Akne.
Dezember 2018 Bärwurz

 In der Volksheilkunde wird die Bärwurz zur Behandlung von Blähungen, Appetitlosigkeit und Problemen mit der Verdauung empfohlen. Bärwurz wirkt heilsam auf viele Unterleibserkrankungen: Auf Erkrankungen der Leber, Niere, Harnwege, Erkrankung der Blase, des Darms und Magens und wirkt sich positiv auf die weibliche Menstruation aus. Darüber hinaus stärkt die Heilpflanze das Herz. Eine wesentliche Anwendung der Bärwurz-Wurzel ist die Verarbeitung zu einem Verdauungsschnaps. In Bayern, vor allem im Bayerischen Wald werden die verdauungsfördernden Eigenschaften der Heilpflanze genutzt, um einen Verdauungsschnaps zu brennen. Diese werden in zylindrischen, braunen Steingut-Flaschen (mit Namen Bärwurz) verkauft.