- Kräuterbriefe 2019

Zu dem hier angezeigten Kurztext des jeweiligen Heilkrauts, können Sie vertiefte Informationen erhalten, wenn sie die blau hinterlegte Monatsangabe anklicken.

Januar 2019

Eibisch

Als sogenannte Schleimdroge (Mucilaginosum: Arzneimittel aus pflanzlichen Schleimdrogen) eignet sich Eibisch besonders für akut entzündliche Atemwegserkrankungen, vor allem in der Anfangsphase von Erkältungen. Eibisch wirkt sehr mild und ist gut verträglich. Der Eibisch entfaltet auch seine schützende und heilungsfördernde Eigenschaft – auch als Tee eingenommen – nachweisbar über entzündeten Schleimhäuten im Magen, ohne den Verdauungstrakt an sich zu beeinflussen. Auch stark gewürzte Speisen werden so besser verträglich, Bauchschmerzen und saures Aufstoßen lassen nach. Eibisch ist nach Einschätzung der Kommission E bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, Heiserkeit, trockenem Reizhusten, trockener Schleimhaut und leichten Entzündungen der Magenschleimhaut geeignet und ausreichend in der Wirksamkeit belegt.
Februar 2019 Kleinblütige Weideröschen

Durch die hormonregulierende Wirkung des kleinblütigen Weidenröschen und den positiven Effekt auf Prostata und Blase kommt das Weidenröschen vor allem bei Männerleiden zum Einsatz. Bei einer erweiterten Prostata kann es die Symptome reduzieren und durch die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe sogar einem Tumor in der Prostata entgegenwirken. Auch bei entzündlichen Erkrankungen der Blase können die wassertreibenden und antibakteriellen Stoffe Linderung verschaffen.
In der Volksmedizin wird das Kleinblütige Weidenröschen auch bei Problemen mit schmerzlichem Wasserlassen, häufigem Harndrang, kleinem Harnverlust verwendet; hilft aber auch zur Linderung schwerwiegender Inkontinenz.
Zur Heilung von Entzündungen der Harnleiter kombiniert man das Kraut gern mit anderen Kräutermischungen wie
Bärentraube, Preiselbeeren, Goldrute, Vogelknöterich, Schachtelhalm oder Birke.


März 2019 Bärentrauben-Blätter

In umfangreichen Beobachtungen und Laboruntersuchungen kamen medizinische Forschungen zu dem Ergebnis, dass eine besonders große Menge des Stoffes Arbutin gut gegen eine Vielzahl der unterschiedlichsten Bakterien Wirkung zeigt, die im Körper und ganz besonders in den Harnwegen Krankheiten auslösen können. Daher empfehlen viele Ärzte ihren Patienten bei einer Blasenentzündung Bärentraubenblätter der echten Bärentraube zu verwenden. Bärentrauben sind auch ein gutes Mittel gegen Nierengries, Blasensteine oder bei einer Entzündung des Nierenbeckens


April 2019  Sägepalme

 Die Sägepalme ist ein hochwirksames pflanzliches Therapeutikum bei gutartiger Prostatavergrößerung. Die Sägepalme wirkt sich in Kombination mit Brennnesselwurzeln, Birkenblättern und Kürbiskernen positiv auf die Blasenmuskulatur aus. Somit wird erschwertes Wasserlassen erleichtert und die vollständige Blasenentleerung ermöglicht. Häufiger Harndrang (auch nachts) wird verbessert und die zeitlichen Abstände vergrößert. Im Vergleich zu schulmedizinischen Arzneimitteln hilft der Sägepalmextrakt ohne Nebenwirkungen, stärkt sogar die Potenz und stellt daher eine wunderbare Alternative für Männer mit Prostatabeschwerden dar.


Mai 2019  Milzkraut

 Das Milzkraut ist eine vitaminreiche und wohlschmeckende Wildpflanze. Früher verwendete man es gemeinsam mit Odermenning für Lebermittel und für die Milz. So wie man heute immer die Milz vergisst; die gerne mal operativ entfernt wird, so vergaß man auch dieses nymphenhafte Mond- Saturngewächs. Die Milz transportiert die Säfte in unserem Körper, also sorgt für einen einwandfreien Energiefluss. Aber auch für den Unterleib soll dieses Kraut sehr heilsam sein. Aus spiritueller Sicht ist die Milz das Aufnahmeorgan für Prana (Lebensenergie), vermittels ihres ätherischen Gegenstückes.


Juni 2019  Hirschzungenfarn

Hirschzungenfarn gilt als optimale Schmerztherapie ohne Nebenwirkungen. Geschätzt wurde die adstringierende Wirkung auf die Schleimhäute, den auswurf-fördernden und schleimlösenden Effekt bei Husten, die entzündungshemmende Wirkung auf Wunden. die Traditionelle Chinesische Medizin lehrt, dass bei chronischen Erkrankungen die Leber mitbehandelt werden muss. Der Hirsch-zungenfarn wurde daher immer zusätzlich als Stärkungs- und Reinigungsmittel der Leber eingesetzt.


Juli 2019 Wundklee

Der Wundklee hilft, eine gesunde und zarte Haut zu bilden. Wunden verheilen sanfter mit weniger Narbenbildung. Aufgrund seiner mild anregenden Eigenschaften auf Darm und Nieren fördert er die Ausscheidungsprozesse des Körpers, weshalb er früher in manchen Blutreinigungsmischungen zum Einsatz kam. Auch erhielt er wohl deshalb den Volksnamen „Gichtbleaml“. Bei Atemwegserkrankungen wurde der Wundklee zusammen mit Spitzwegerich in Teemischungen gegeben.


August 2019 Portulak

 Hierzulande ist Portulak noch weitgehend unbekannt und als Unkraut verschrien. Der wichtigste Einsatzzweck des Portulak ist seine Wirkung gegen Vitaminmangel-Zustände, beispielsweise gegen Frühjahrsmüdigkeit oder gar Skorbut. Da der Portulak besonders viele Omega-3-Fettsäuren enthält, kann er Arteriosklerose vorbeugen und somit auch Herzinfarkt und Schlaganfälle verhindern helfen. Als Besonderheit enthält es Melatonin, das Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert.


Sept. 2019 Sonnenblume

 In östlichen Ländern dient Sonnenblumenöl als Mittel zur Entschlackung und Entgiftung (für Pita-Typen). Die Volksmedizin nutzt es für Ölkuren. Ansonsten wird den Wirkstoffen der Sonnenblumenkerne ein positiver Effekt auf Haare, Haut und Nägel nachgesagt. Auch die Nerven sollen sie stärken. Äußerlich hilft das Sonnenblumen-Öl gegen Hautprobleme. Sogar Neurodermitis soll von ihm gelindert werden. Die Sonnenblume ist ein sehr guter Bodenentgifter


Oktober 2019 Vogelbeere
 Auch wenn sich im Volksglauben hartnäckig das Gerücht hält, die Früchte seien giftig, ist dies nicht richtig. Allerdings enthalten die Beeren Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Durch Kochen wird die Parasorbin-säure zu Sorbinsäure abgebaut, die gut verträglich ist. Gekochte Beeren können daher auch in größeren Mengen gegessen werden. Tatsächlich waren Vogelbeeren aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts (bis zu 100 mg pro 100 g Beeren, das beim Kochen um etwa ein Drittel abgebaut wird) früher ein wichtiges Mittel gegen Skorbut Sie enthalten außerdem Provitamin A und Sorbit, einen Zuckeraustauschstoff. Die Beeren sind ein ausgezeichnetes Stärkungsmittel für die Stimmbänder, was sich besonders Sänger und Redner im Hinterkopf behalten sollten. In der evidenzbasierten Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) wird ein Auszug aus Sorbus aucuparia, das Sorbit, intravenös zur Senkung des Augeninnendrucks bei Glaukom gespritzt
November 2019 Berberitze
 Die Früchte der Berberitze haben völlig andere Heilwirkungen als die Rinde der Wurzel. Man könnte fast meinen, dass es sich um zwei unterschiedliche Heilpflanzen handelt. Die Wurzelrinde stärkt die Galle und die anderen Verdauungsorgane, die säuerlichen Früchte spenden Vitamine und werden gerne für Marmeladen verwendet.
Dezember 2019 Schisandra-
beere

Die aus China stammende Pflanze nennt sich auch die "Beere der fünf Geschmäcker", aufgrund ihres ungewöhnlichen Aromas. Die Schisandra Beere wird vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) angewendet. Hier kommt sie schon seit mehreren tausend Jahren bei unterschiedlichen Beschwerden zur Verwendung. Die Anwendung fokussiert sich dabei vor allem auf Leiden des Herzen, der Lunge und der Nieren. Die Beere ist stärkend und regenerierend. Sie kann Krämpfe lösen und Entzündungen hemmen. Die Beere reinigt das Blut und steigert die Leistung des Gedächtnis. Sie soll auch als Aphrodisiakum dienen und die Libido von Mann und Frau anregen können. Außerdem schützen und verjüngen die Antioxidanten der Beere die eigenen Körperzellen. Daher gilt die Beere auch als eine Art Jungbrunnen, mit der man mit weniger Alterserscheinungen alt werden kann.