Begriff Definition
Günsel

Günsel galt im Mittelalter als ein wichtiges „Wundkraut“. Die Volksmedizin kennt den Günsel innerlich als Mittel gegen hohen Blutdruck und zur Unterstützung der Leber, sowie bei Husten mit zähem Schleim, Magenverstimmung und Appetitlosigkeit. Wegen seines Gerbstoffgehalts und seiner zusammenziehenden Wirkung wird der kriechende Günsel zum Wundverschluss mit einem Umschlag aus Günselteeaufguß verwendet. Bei Hals- und Rachenentzündungen gurgelt man mit dem Günseltee. Als Bad soll er Wunden heilen.
Nähere Informationen im Kräuterbrief April 2018

Habichtskraut

Die Eigenschaften des Habichtskraut sind augenstärkend, schleimlösend, fiebersenkend, zusammenziehend, harntreibend, antibiotisch. Die wichtigste Indikation ist aber die Ausscheidung anzuregen und die antibiotische Wirkung, was den Einsatz gegen das „Maltafieber“ erklärt.
Die Volksmedizin verwendet den Tee bei Nieren und Blasenproblemen, Menstruations-beschwerden, Blutarmut
Nähere Informationen im Kräuterbrief Juli 2016

Hagebutte

Die Früchte sind bekannt für ihren hohen Vitamin C-Gehalt. Die rohen Hagebutten haben mit über 10 Milligramm je Gramm Fruchtfleisch mehr als das 20-Fache von frischen Zitronen. Die Früchte enthalten die Vitamine A, B1, B2, E und K sowie Mineralstoffe, Flavonoide und Gerbstoffe.

Nähere Informationen im Kräuterbrief: November 2010

Hamamelis (Zaubernuß)

Die gewonnenen Arzneidrogen weisen eine blutstillende, entzündungshemmende, adstringierende und Juckreiz stillende Wirkung auf. Einsatz bei Entzündungen der Haut und Schleimhäute, Hämorrhoiden und Varikose sinnvoll. In der Volksmedizin erfolgt eine Gabe auch innerlich bei Durchfallerkrankungen.
Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: Februar 2011

Hanf

 

Der Hanf enthält zwei wesentliche Inhaltsstoffgruppen. Das Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabinoide (CBD). Während das THC die rauschzustände verursacht ist das CBD rauschfrei. Das aus dem Medizinhanf (Faserhanf) gewonnene CBD-Öl enthält einige wichtige Cannabioide die das körpereigene Schutzsystem ECS nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip aktivieren.
Die Erforschung von Cannabinoiden führte zur Entdeckung des körpereigenen Schutzsystems, dem Endocannabinoid-Systems
(ECS) (Endo steht für körpereigen). Oder wie das Gehirn mit dem Körper kommuniziert, um ihn gesund zu erhalten.
Legales Cannabis hat meist einen CBD-Gehalt von 10 bis 20 Prozent und weist einen Rest-THC-Gehalt von 0,3 bis 0,7 Prozent auf. Im Gegensatz zu THC weist CBD keine psychoaktive Wirkung auf, ist also keine Droge, welche die Stimmung und die Wahrnehmung beeinflusst.

Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: Oktober 2018

Hauhechel

Die Hauhechelwurzel ist ein gutes harntreibendes Mittel. Sie ist ein bevorzugtes Mittel bei Neigung zur Harnsäurebildung und der in der Folge damit verbundenen Grieß- und Steinbildung. Bei allgemeiner Wassersucht und im Besondern bei Schwellungen infolge Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Oedemen), Nierenentzündung, Nierengrieß, Nierensteinen und Gelenkrheumatismus, leistet die Hauhechelwurzel gute Dienste. Die Hauhechel kommt häufig in Nieren- und Blasentees vor, meist kombiniert mit ähnlich wirkenden Kräutern wie Birke oder Ackerschachtelhalm. Die Tees können bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung die Beschwerden lindern. Nähere Informationen im Kräuterbrief November 2021

Herzgespann

Das Herzgespann wird zur Unterstützung bei unregelmäßigen Herzschlägen mit Herzklopfen, und bei Nervosität durch Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt. Es wirkt beruhigend, ausgleichend und leicht blutdrucksenkend. Auch bei zu niedrigem Blutdruck und funktionellen Herzbeschwerden kann das Herzgespann auf Grund seiner ausgleichenden Wirkung angewendet werden. Bezüglich der krampfstillenden und nervenberuhigenden Heilwirkung hat das Herzgespann eine ähnliche Wirkung wie Baldrian.
Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: Juli 2015

Hirschzungenfarn

Hirschzungenfarn gilt als optimale Schmerztherapie ohne Nebenwirkungen. Geschätzt wurde die adstringierende Wirkung auf die Schleimhäute, den auswurf-fördernden und schleimlösenden Effekt bei Husten, die entzündungshemmende Wirkung auf Wunden. die Traditionelle Chinesische Medizin lehrt, dass bei chronischen Erkrankungen die Leber mitbehandelt werden muss. Der Hirsch-zungenfarn wurde daher immer zusätzlich als Stärkungs- und Reinigungsmittel der Leber eingesetzt. Als Besonderheit gilt das Hirschzungenfarn-Pulver, aufgrund seiner raschen Wirkung. Daher wird es als Sofortmedizin bei Unfällen eingesetzt, wenn danach Kopfschmerzen, eine Gehirnerschütterung oder posttraumatische Zustände auftreten. Das Pulver wird in einem Likörglas mit warmem Wein oder Fencheltee aufgelöst und dem Unfallopfer drei Tage lange alle zwei Stunden verabreicht.

Nähere Informationen im Kräuterbrief: Juni 2019

Hirtentäschl

Fähigkeit Blutungen zu stillen! Außer dieser Wirkungen hilft das Hirtentäschel jedoch gegen ein breites Spektrum von gesundheitlichen Beschwerden. Es reguliert den Blutdruck, fördert die Verdauung und heilt Ekzeme.
Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: Juli 2011

Holunder

Holunderbeeren sind reich an Kalium, Eisen und Mangan. Bei den Vitaminen ragen Vitamin E, Vitamin K, Vitamin C und Vitamin B6 heraus. Die Farbstoffe Quercetin und Anthocyane schützenbeide  die Zellen vor Alterungsprozessen. Die kleinen Blüten regen die Atmung an und helfen bei Lungenentzündung.
Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: Juni 2011

Huflattich

Einsatzzweck bei Atmungsorganen vom einfachen Husten bis hin zum Asthma und erweitert Bronchien. Der Huflattich ist ein bewährtes Mittel bei Brustleiden, wie Engbrüstigkeit, Husten, Verschleimungen der Lungen und Brustkatarrh.
Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: April 2011

Immergrün

Der wichtigste Wirkstoff des Immergrün ist das Vincamin und hat gefäßerweiternde Eigenschaften und wirkt gefäßerweiternd auf die Gehirnarterien. Dadurch nimmt die Durchblutung des Hirngewebes und die Funktion des Nervensystems zu. Da es den Blutdruck herabsetzt, wirkt es bei Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Durchblutungsstörungen der Netzhaut und anderen Symptomen für mangelnde Hirndurchblutung, wie Arteriosklerose, Bluthochdruck. Vincamin passiert die Blut-Hirn-Schranke u. verbessert die Sauerstoffversorgung der Nervenzellen.
Nähere Informationen im Kräuterbrief Mai 2014

Ingwer

Zubereitungen aus dem Ingwer-Wurzelstock werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende, sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der asiatischen Alternativmedizin traditionell auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet.
Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: Februar 2012

Jiaogulan

Die Jiaogulan Pflanze wird in China als „Kraut der Unsterblichkeit“ bezeichnet. Der überdurchschnittliche Anteil an über 100-jährigen in der chinesischen Provinz Guizhou wird auf den dort verbreiteten, regelmäßigen Genuss von Jiaogulan-Tee zurückgeführt.
Jiaogulan regt eine vermehrte Ausschüttung der körpereigenen Radikalfänger an und verlangsamt somit den Zerfall der Zellen und wirkt dem Alterungsprozess entgegen. Die Wirkung von Jiaogulan wird als adaptogen (regulierend) beschrieben. Es gleicht den Energiefluss aus. Mit Jiaogulan wird der Blutdruck ausgeglichener. Jiaogulan stärkt auch das Immunsystem, senkt die Blutfett- und Blutzuckerwerte und hilft so bei Diabetes.
Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: Januar 2015

Johanniskraut

Ein Seelenkraut beruhigt die Nerven, und hilft bei Nervenverletzungen.. Auch als Wundheilmittel wird das rote Johanniskraut-Öl gerne verwendet. Hemmt Entzündungen, heilt Wunden und lindert Schmerzen.
Nähere Informationen siehe im Kräuterbrief: Juni 2010